Der Borkenkäfer
Aufmerksame Spaziergänger entdecken im Wald plötzlich absterbende Nadelbäume, der Wald wird "rot". Der eigentliche Grund des Absterbens sind kleine Larven, die die Lebensschicht des Baumes zwischen Holz und Rinde zerstören.
Die Larven des Borkenkäfers.
Es gibt über hundert Arten Borkenkäfer, die meist an eine einzige Baumart gebunden sind. Der gefährlichste unter ihnen ist für die Rottanne der Buchdrucker oder achtzähnige Fichtenborkenkäfer (Ips Typographus).
Er ist etwa 5 mm gross, und kann pro Generation 50100 Eier ablegen. Das kunstvolle Abbild der Larvengänge unter der Rinde sieht wie ein schöner Druck aus, deshalb der Name Buchdrucker.
Borkenkäfer haben auch natürliche Feinde, so zum Beispiel die Brackwespe, die mit ihrem Legestachel Eier in eine Borkenkäferlarve ablegt. Die Eier entwickeln sich zu Wespen, die die Borkenkäferlarve bei lebendigem Leibe auffressen.
Bei warmer und trockener Witterung kann die Vermehrung des Käfers explosionsartig vor sich gehen und so ganze Waldpartien zum Absterben bringen. Wichtige Schutzwälder können so geschwächt werden und den Schutz nicht mehr vollumfänglich gewährleisten.
Doch die Bekämpfung des Käfers ist recht schwierig. Die wirksamste Bekämpfungsmethode ist das Entfernen der befallenen Bäume. Meist scheitert dieses Vorhaben jedoch am zeitlichen Ablauf. Die Brut kann nur ganz zerstört werden, wenn sich die Jungkäfer noch im Larvenstadium befinden. Der Befall von Bäumen wird aber erst während des Larvenstadiums gut sichtbar. So muss ein befallener Baum sofort entfernt und/oder entrindet werden.
In den Jahren 1992 bis 1994 hatten in der Schweiz als Folgeerscheinungen des Sturmes Vivian im Februar 1990 jeweils zwischen 35'000 und 50'000 Kubikmeter Käferholz aufgerüstet werden müssen.
![]() |
![]() |


